Wie pflanzliche Ernährung den Planeten heilen könnte und ob ich doch noch zur Veganerin werde

Pflanzliche Ernährung
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Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, welchen Einfluss unsere Ernährung auf die Umwelt hat? Mir war schon lange bewusst, dass wir mit konventioneller Landwirtschaft und Massentierhaltung zur Umweltzerstörung beitragen, aber als ich kürzlich einen Dokumentarfilm über das ganze Ausmaß sah, wurde ich doch noch mal nachdenklich.

Wenn du meinem Blog schon eine Weile folgst oder mich kennst, dann weißt du vielleicht, dass ich kaum Milchprodukte und wenig Fleisch esse, vor allem aus gesundheitlichen Gründen.

Bisher kam es für mich nicht in Frage zur Veganerin zu werden, denn ich war der Meinung, ein bis zwei Mal Fleisch die Woche, mal ein Ei und ab und zu ein Stück Käse oder etwas Butter, das ganze noch in Bioqualität, sind sehr gut mit einer gesunden Ernährung und dem Tierwohl zu vereinbaren.

Als ich mir jedoch vor kurzem den Dokumentarfilm „Cowspiracy“ (was so viel heißt wie Kuhverschwörung) anschaute, fragte ich mich, ob es für mich eine Option wäre konsequent auf tierische Produkte zu verzichten.

Was hat mich so nachdenklich gestimmt?

Der Film zeigt uns, welchen enormen Einfluss die (Massen)Tierhaltung auf die Umwelt und vor allem auf den Klimawandel hat. Mittlerweile leben so viele Menschen auf der Erde (über 7 Milliarden), dass wir uns nie im Leben alle von Fleisch und Milchprodukten ernähren können. Schon gar nicht in den Mengen, wie sie in den Industrienationen konsumiert werden.

Denn die katastrophalen Auswirkungen des Fleischkonsums und der Nutztierhaltung sind enorm, dazu gehören vor allem:

  • Klimaerwärmung (die Tierhaltung hat, u.a. durch die entstehenden Methangase, den größten Einfluss überhaupt auf den Klimawandel)

  • Überfischung der Meere (bald wird es nur noch Fisch aus der Zucht geben)

  • Verschmutzung der Gewässer

  • Zerstörung der Regenwälder, vor allem durch Soja- und Getreideanbau und damit das Aussterben zahlreicher Tierarten

  • extrem hoher Wasserverbrauch in der Tierhaltung

Hast du das alles gewusst?

Siehst du jetzt welch riesigen Einfluss wir durch unser Ess- und Konsumverhalten ausüben?

Der Klimawandel und die Zerstörung der Natur können nur aufgehalten werden, wenn wir weniger tierische Produkte essen.

Würden wir, anstatt Futterpflanzen für die Tiere anzubauen, diese Pflanzen selber essen, anstelle von Fleisch und Milchprodukten, so könnte die ganze Weltbevölkerung gut ernährt werden.

Der Film zeigt auch, wie viele Umweltorganisationen sich zwar gegen den Klimawandel einsetzen, aber den Hauptgrund der Klimaerwärmung verschweigen. Hier stehen natürlich wieder einmal Wirtschaftsinteressen dahinter.

Ich muss zugeben, dass ich zwar wusste, dass die Tierhaltung Auswirkungen auf den Klimawandel hat, allerdings hat mich dieser Film nochmal wachgerüttelt und mir das ganze Ausmaß klar gemacht.

Weniger tierisches Essen = gesündere Menschen, gesündere Erde

Wenn du deinen Fleisch-und Milchkonsum reduzierst, tust du außerdem auch deiner Gesundheit Gutes, denn es gibt inzwischen zahlreiche Studien die belegen, dass zu viel Fleisch und Milch krank machen.

Tierische Nahrungsmittel wirken säurebildend, stören also deinen Säure-Basen-Haushalt und fördern Entzündungen im Körper (z.B. bei Arthritis). Über die Auswirkungen von Milch auf die Gesundheit, habe ich hier schon mal berichtet.

Außerdem versorgen dich tierische Lebensmittel nicht mit dem Vitalstoffreichtum, den dir Pflanzen liefern. Auch hochwertige Proteine, die alle essentiellen Aminosäuren enthalten, liefern uns Nüsse, Saaten, Hülsenfrüchte und Gemüse.

Bei einer rein veganen Ernährung muss man lediglich auf Vitamin B12 achten, denn dieses ist kaum in pflanzlichen Nahrungsquellen vorhanden, außer in fermentierten Lebensmitteln oder du würdest ein wenig Erde (bzw. darin vorkommende Mikroorganismen) mitessen. Es ist jedoch sehr gut möglich das B12 über eine Nahrungsergänzung zu sich zunehmen.

Verantwortung übernehmen

Fakt ist, wenn wir und unsere Erde gesund bleiben sollen, dann muss jeder Einzelne sich fragen, ober er nicht bereit dazu ist, weniger Tierisches zu essen. Der Mensch hält sich für so hochentwickelt. Wird es dann nicht endlich Zeit auch zu erkennen, dass er Verantwortung der Natur gegenüber übernehmen muss anstatt sie weiterhin auszubeuten?

Haben wir nicht genug Bilder von Umweltzerstörung und Massentierhaltung gesehen und wollen wir nicht alle dem Tierleid ein Ende setzen?

Die Wahrheit und das Erwachen sind natürlich erstmal unbequem.

Aber niemand erwartet, dass du von heute auf morgen Veganer wirst. Selber weiß ich, wie schwer es sein kann, alte Ernährungsgewohnheiten zu verändern und auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten. Aber wenn man einmal anfängt und sich bewusst damit auseinander setzt, fällt es allmählich leichter sich umzustellen.

Was mich angeht, werde ich vielleicht nicht gleich komplett zur Veganerin, aber ich versuche meinen Fleischkonsum nochmal einzuschränken oder ganz einzustellen. In letzter Zeit esse ich ohnehin sehr wenig Fleisch oder Wurst und gewöhne mich immer mehr an eine vegetarische Ernährung, ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen, ganz im Gegenteil. Für mich ist es ein Gewinn an Gesundheit und ich entdecke leckere pflanzliche Alternativen. 

Der Film hat mich außerdem erneut darin bestärkt, das Wissen um den Zustand der Umwelt und über gesunde Ernährung weiterzugeben und immer wieder mein eigenes Verhalten zu hinterfragen.

Möchtest du auch mehr Verantwortung, für deine Gesundheit und den Planeten übernehmen?

Fange einfach damit an, indem du weniger Fleisch und Milchprodukte isst. Vielleicht legst du für den Anfang bewusst ein paar rein pflanzliche Tage in der Woche ein. Probiere es wenigstens aus! Was hast du zu verlieren? Genuss? Den kannst du dir auch von pflanzlichen Lebensmitteln holen und noch dazu Gesundheit und ein reines Gewissen.

Hast du dir „Cowspiracy“ schon angesehen? Wenn nicht, dann möchte ich dir diesen Film sehr ans Herz legen.

Hier gelangst du zur Internetseite des Films, wo du auch den Trailer anschauen kannst. Den ganzen Film kannst du dir z.B. auf Netflix ansehen.

Wie ist deine Einstellung zu einer rein pflanzlichen Ernährung? Oder bist du vielleicht schon Veganer?

Wenn dich das Thema auch bewegt oder du Fragen hast, kannst du mir auch gerne einen Kommentar hinterlassen oder eine Mail schreiben.

Probier´s mal gesund!

Deine Bianka

2 Replies to “Wie pflanzliche Ernährung den Planeten heilen könnte und ob ich doch noch zur Veganerin werde”

  1. Auch ich hatte jahrelang keinen schlechten Gedanken wegen Fleischkonsum gehabt. Bin ich doch mit der Selbstverständlichkeit tierische Produkte als normal anzusehen, am Bauernhof aufgewachsen. Fleisch und Milch waren damals die dominierenden Lebensmitteln. Mit zunehmenden Alter wächst auch das Bewußtsein sodass auch ich begonnen habe meinen Fleischkonsum zu stoppen. Meine wertvollen Proteine gewinne ich durch Hanfsamen aus der Apotheke. Das Vitamin B12 durch IXSO. EIn Mangel für mich ausgeschlossen. Der Körper stellt sich sehr schnell auf neue Essgewohnheiten um. Der positive Effekt, ich fühle mich Wohl und bin kaum Krankheitsanfällig. Ist doch was, oder..?

    1. Hey Martin, schön das du dich mit der veganen Ernährung so fit und gesund fühlst! Das ist sicherlich eine Inspiration für viele Andere 🙂

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